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Johann Hofmann

Johann Hofmann

Ihr Redner für Industrie 4.0 - Die Fabrik der Zukunft

Dipl. Ing. (FH), Founder and Venture Architect of ValueFacturing®
Digitalisierungsexperte, Praktiker aus Leidenschaft, Redner, Autor, Berater

Grundlagen zum Begriff: "INDUSTRIE 4.0"

01 johann hofmann redner experte industrie 4Unter dem Begriff Industrie 4.0 sammeln sich Hoffnungen und Herausforderungen für Produktion, Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle der Zukunft. Ein Ziel von Industrie 4.0 ist es, die Flexibilität der Produktion so zu steigern, dass bei Bedarf die Losgröße Eins wirtschaftlich hergestellt werden kann und der Kunde ein individuell konfiguriertes Produkt erhält. Dazu ist es u.a. notwendig die Rohdaten, die durch die Digitalisierung der Prozesse und Produkte in riesigen Mengen entstehen, zu sammeln und durch Mustererkennung zu veredeln. Dadurch kommt man zu neuartigen Erkenntnissen die es ermöglichen steigende Qualitätsanforderungen, kürzere Lieferzeiten, sich verkürzende Produktlebenszyklen und eine wachsende Variantenvielfalt zu beherrschen.

Die „Enabler“ von INDUSTRIE 4.0

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Industrie 4.0 - Ursprung und Begriffsklärung

button industrie4Ursprünglich stammt der Begriff Industrie 4.0 aus einem im Jahre 2011 ausgerufenen Zukunftsprojekt der High-Tech-Strategie der Bundesregierung. Sie hat zum Ziel, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie nachhaltig zu sichern. Durch diese zukunftsweisende Initiative soll gesichert werden, dass Deutschland international weiterhin eine führende wirtschaftliche Rolle einnimmt. Die zukünftig noch stärker erforderliche Individualisierung von Erzeugnissen wird durch eine flexible und schlanke Produktion ermöglicht. In der Wertschöpfungskette der Industrie 4.0 verzahnen sich produzierende Unternehmen, deren Geschäftspartner, relevante Zulieferer und potentielle Kunden für eine größtmögliche Wertschöpfung. Einzelne Komponenten von Industrie 4.0-Technologien werden bereits heute in Unternehmen eingesetzt, es fehlt aber an flächendeckender Ausbreitung und Standards für deren Verwendung.

Industrie 4.0 - Aktuelle Situation

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Aktuell (2016) ist Industrie 4.0 weder Mücke noch Elefant sondern ist vergleichbar mit dem Stadium einer Schmetterlingsraupe kurz vor dem Schlüpfen. Ob sich daraus ein wunderschöner flugfähiger Schmetterling oder eher ein Nachtfalter entwickelt, wird sich die nächsten Jahre entscheiden. Das ambitionierte Zukunftsprojekt Industrie 4.0 der Bundesregierung hat dem Entwicklungsprozess der deutschen Produktion zwar seinen Namen verliehen und eine öffentliche Diskussion angestoßen, aber die Anfänge der Industrie 4.0 reichen weiter in der Zeit zurück. Um den Kern dieser Industriellen (R)Evolution und ihre charakteristische grundlegende Unterschiedlichkeit zu den Vergangenen zu erfassen, ist ein kurzer Blick in deren Geschichte notwendig:

Geschichte der Industriellen Revolution(en)

Elementare Kennzeichen einer Revolution sind laut Duden insbesondere eine „umwälzende, bisher Gültiges, [oder] Bestehendes […] verdrängende grundlegende Neuerung“ und eine „tief greifende Wandlung“. In diesem Kontext versteht sich eine Revolution als eine fundamentale Veränderung, die jeden Teil der Gesellschaft unumgänglich betrifft und die Zukunft der Menschen nachhaltig gestaltet. Alle vier Industriellen Revolutionen verstehen sich so grundsätzlich als Katalysator der wirtschaftlichen und industriellen Entwicklung. Die Anzeichen der historischen drei Industriellen Revolutionen aber waren bereits früh von den Betroffenen klar erkennbar. Über den genauen Zeitpunkt und Inhalt der vergangenen drei Industriellen Revolutionen herrscht keine allgemein gültige Lehrmeinung, deshalb wird im Folgenden ein kleiner Überblick über die gängige Einordnung gegeben: Während der ersten Industriellen Revolution vollzog sich ab dem 18. Jahrhundert der historische Übergang von Muskel- zu Maschinenkraft. Die Dampfmaschine und der mechanische Webstuhl kam auf und die Postkutsche wurde buchstäblich von Dampflok und Dampfschiff überholt, was einen enormen Produktivitätsschub – nicht nur für die Industrie - mit sich brachte. Im bald folgenden frühen 20. Jahrhundert führte die Einführung des Fließbands und damit der arbeitsteiligen Massenproduktion zu einer 2. Industriellen Revolution. In den Schlachthöfen von Cincinnati wurden erstmals Transportbänder für die Fleischverarbeitung benutzt, was später auch von der Automobilindustrie adaptiert wurde. Prägend für diese Epoche waren Frederick W. Taylor (1856 – 1915) und Henry Ford (1863 – 1947). In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts vollzog sich die letzte historische Revolution, auch digitale Revolution genannt, in der die Digitalisierung Einzug in die Arbeitswelt und viele andere Lebensbereiche hielt. Der technische Wandel, der u. a. durch Mikrochips begann, veränderte viele private und betriebliche Gegebenheiten grundlegend. Die NC-Maschine, der Vorgänger der CNC-Maschine ersetzte z.B. die Werkzeugmaschine, die noch von Hand gesteuert werden musste. die 4 industriellen Revolutionen JohannHofmann

Die vier Industriellen Revolutionen im Zeitablauf. Quelle: Fotolia & JH

Allen drei historischen Revolutionen war eine grundlegende Veränderung der Produktionsbedingungen gemeinsam, deren Auswirkungen die ganze Gesellschaft spürbar beeinflussten und von jedem wahrgenommen werden konnten. Diese bilden die Basis für den Wohlstand unserer Zeit. Die Notwendigkeit der Digitalisierung wird mitunter falsch eingeschätzt, obwohl dies die erste Industrielle Revolution ist, die noch während ihres Ablaufs als Solche benannt wurde. Dennoch erfordern diese Voraussetzungen einen Wandel in der Produktion, eine durchgehende und übergreifende Vernetzung, die durch eine neue Form des Internets im Zuge der Industrie 4.0 erreicht werden könnte. Durch diese neue Digitalisierung verändert sich die Gesellschaft tiefgreifend.

Die heutige Ausgangssituation, in der sich moderne Unternehmen wiederfinden, ist allerdings um ein Vielfaches komplexer als die der Unternehmen in vorangegangenen Revolutionen. Wissenschaft und Technologie gewinnen immer mehr an Bedeutung, während die Globalisierung internationale Geschäftsbeziehungen mittlerweile selbstverständlich macht. Im Kern von Industrie 4.0 steht die smarte Fabrik, die sich klar von früheren Fabriken unterscheidet. Durch die nahezu nahtlose Verschmelzung von realer und virtueller Welt können Anlagen und Werkzeuge einer Fertigung in Echtzeit mit individuell wechselnden Produktansprüchen koordiniert werden.

 

Lexikon Industrie40 02
Die mittlerweile zahlenreichen Schlagwörter (Buzzwords) im Umfeld von INDUSTRIE 4.0 wurden hier entfernt und in ein eigenes INDUSTRIE 4.0 – LEXIKON überführt.

Siehe:

www.industrie40.net

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